Es gibt Geschichten, die entstehen aus einem Bild, einem Satz oder einem Charakter. Und es gibt Geschichten, die als Absicht beginnen – zum Beispiel als Versuch, eine Welt zu entwerfen, die eine bestimmte Frage stellt. Triarchia gehört zur zweiten Kategorie.
Noch ist Triarchia kein fertiger Roman. Es ist ein literarisches Projekt im Aufbau – eine Konstruktion aus Gedanken, Ideen, Weltstrukturen und Figuren, die langsam zueinanderfinden. Doch die Absicht ist klar: Triarchia will keine Dystopie wie viele andere sein. Aber wie alle anderen will es erkunden, wie sich Menschen in Ausnahmesituationen verhalten, wie sie sich verändern, wenn sie Macht erhalten oder Macht verlieren. Wer werden sie dann und warum?
Die Idee hinter Triarchia
Was wäre, wenn unsere Gesellschaft nicht durch eine einzige Macht, sondern durch drei voneinander abhängige Systeme stabilisiert würde – jedes mit eigenen Regeln, Werten und blinden Flecken? In Triarchia gibt es:
- Die Grünen Felder: maschinenfreie Landwirtschaft, getragen von Sklaverei und überliefertem Glauben.
- Die Grenzlande: ein politisch zersplitterter Raum, dominiert vom Handel und den Regeln des Marktes.
- Die Stählernen Städte: technologisch überlegene Machtzentren mit Zugriff auf Wissen, Kontrolle und Überwachung.
Diese drei Sphären existieren in einem fragilen Gleichgewicht – reguliert von den „Alten Regeln“, deren Bruch Auslöschung bedeutet.
Aber dann ändert sich alles. Jeder wird aus der Bahn geworfen, weil die Gesellschaft kollabiert. Und die Frage ist: wo findet sich jeder wieder?
Und natürlich interessiert mich in dieser Welt, wie sich die Personen verändern, wie es in ihrem Innere aussieht.
Triarchia fragt: Was bedeutet Würde in einem System, das keine Flucht kennt? Wie gehen die Figuren mit Macht um?
Natürlich steht Triarchia in der Tradition moderner Dystopien – mit Verwandtschaft zu The Handmaid’s Tale von Margaret Atwood, Never Let Me Go von Kazuo Ishiguro oder Red Rising von Pierce Brown.
Doch es soll sich natürlich auch von diesen unterscheiden, nicht nur im Ton.
Dieses Projekt richtet sich an Leser:innen, die…
- sich für komplexe Gesellschaftsentwürfe interessieren,
- leise, psychologisch tiefgründige Erzählformen schätzen,
- moralische Grauzonen spannend finden,
- und bereit sind, sich auf eine Welt einzulassen, die ihre Antworten nicht sofort preisgibt.
Fazit: Triarchia ist ein Versprechen
Ein Versprechen auf eine Geschichte, die nicht einfach unterhält – sondern herausfordert. Eine Welt, die sich nicht anbiedert, sondern widersetzt.
Triarchia will keine Welt bauen, in der man einfach entkommt. Sondern eine, in der man lernen muss, sich zu behaupten – oder sich zu verlieren.
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