Kennt ihr das? Man scrollt gedankenverloren durch die tägliche Flut von Mails, News und Werbung – und plötzlich bleibt man an etwas hängen, das einen überrascht und nicht mehr loslässt. So ging es mir, als ich zufällig auf einen Link zu einem neuen Kurs von Brandon Sanderson stieß. Vielleicht kennt ihr ihn: Er hat bereits mehrfach eine beeindruckende Vortragsserie über das Schreiben an der Brigham Young University veröffentlicht – kostenlos und auf Englisch (Brandon Sanderson’s Writing Lecture #1).
Ich muss zugeben, dass ich alle bisherigen Kurse mit großem Interesse verfolgt habe. Auch wenn der Fokus auf Fantasy und Science-Fiction liegt, sind Sandersons Einsichten oft universell. Viele seiner Tipps regen mich immer wieder dazu an, mein eigenes Schreiben zu hinterfragen und neue Perspektiven zu entdecken.
Besonders hängengeblieben ist mir eine Aussage aus seiner Einführungsvorlesung: Man sollte ungefähr fünf Bücher geschrieben haben, um seinen eigenen Stil zu finden. Dieser Gedanke motiviert mich, weil er den Druck nimmt, schon von Anfang an perfekt sein zu müssen. Er zeigt, dass der Prozess des Schreibens selbst ein Lernweg ist, auf dem man sich stetig weiterentwickelt.
Ich habe bereits ein Buch veröffentlicht, und da es bei Amazon KDP erschienen ist, konnte ich viel über den gesamten Veröffentlichungsprozess lernen und erste wertvolle Erfahrungen sammeln. Trotzdem befreit mich diese Aussage, weil sie verdeutlicht, dass es völlig in Ordnung ist, nicht von Beginn an alles perfekt zu machen. Gleichzeitig macht sie mich nachdenklich, denn sie zeigt, dass das Schreiben ein fortlaufender Lernprozess ist – egal, wie viele Bücher man schon veröffentlicht hat.
Gleichzeitig fordert mich dieser Gedanke heraus, denn fünf Bücher zu schreiben klingt nach einer gewaltigen Aufgabe. Doch genau darin liegt auch die Chance, den eigenen Stil Schritt für Schritt zu entdecken und zu verfeinern. Ein Gedanke, der mich sowohl motiviert als auch herausfordert – da liegt noch einiges vor mir. Ideen für die nächsten fünf Bücher habe ich jedenfalls schon. 🙂
Diese Videos ergänzen für mich perfekt den Kurs der Textmanufaktur, den ich weiterhin besuche. Die Kombination aus theoretischem Input und praktischem Feedback ist für meinen Lernprozess unschätzbar wertvoll.
Wenn ihr neben den englischsprachigen Kursen von Sanderson auch nach deutschsprachigen Impulsen sucht, kann ich euch Die Geschichten in uns von Benedict Wells ans Herz legen. Ein inspirierendes Buch, das nicht nur für Schreibende, sondern für alle Geschichtenliebhaber spannend ist.
Wie ist es bei euch? Habt ihr Kurse, Bücher oder Vorträge entdeckt, die euer Schreiben geprägt haben? Ich freue mich auf eure Empfehlungen und Erfahrungen in den Kommentaren! Was hat euch beim Schreiben am meisten inspiriert?
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